Gemeindeleben

Die Helferschaft

Zur Helferschaft gehören Gemeindeglieder, welche die Gemeindearbeit im Ort unterstützen. Alle zwei Monate, wenn die neuen Gemeindeblätter gedruckt sind, trifft sich die Helferschaft im Gemeindehaus. Nach Begrüßung, Lied und Gebet informiert der Pastor über wichtige Vorhaben und Ereignisse in der Gemeinde, damit die Helfer bei Anfragen Auskunft geben können. Die neuen Gemeindeblätter werden dann verteilt und durchgesehen. Jeder Helfer betreut einen oder auch mehrere Straßenabschnitte und verteilt die Gemeindeblätter an die dort wohnenden Gemeindeglieder. Obwohl unser Gemeindeleben sehr rege ist, nehmen doch nicht alle Gemeindeglieder daran teil. Durch unser Gemeindeblatt muss der Kontakt zur Gemeinde nicht abreißen. Die Worte des Pastors, Gottesdiensttermine, Veranstaltungen, Angebote und Berichte erreichen somit alle. Ältere Gemeindeglieder erhalten einen schriftlichen Geburtstagsgruß vom Pastor, den die Helferschaft gern persönlich mit ein paar Blumen überreicht, was immer Freude bereitet. Manchmal kann die Helferschaft einen Besuchswunsch an den Pastor weitergeben oder über ein erkranktes Gemeindeglied berichten. So kommen häufig persönliche Kontakte zustande, die sich im Laufe der Jahre weiter entwickeln können. Bei der Zusammenkunft der Helferschaft am Jahresende zeigt sich, dass aus vielen kleinen, bei den Besuchen freiwillig gespendeten Geldbeträgen eine ansehnliche Summe zusammengekommen ist, die unsere Gemeinde gut gebrauchen kann. Es ist nur ein bescheidener Dienst, den die Helferschaft in der Gemeinde leistet. Doch auch die kleinen Dinge können das Gemeindeleben bereichern und Freude bereiten.

Die Kirchenaufsicht

Die Warnemünder Kirche ist täglich für Besucher geöffnet. Viele Menschen - an manchen Tagen bis zu eintausend - nutzen gerne dieses Angebot. Wir freuen uns, dass wir dies anbieten können. Es ist aber nur durch die Unterstützung von Männern und Frauen möglich, die im Rahmen eines sogenannten Ein-Euro- Jobs hier die Aufsicht übernehmen. So kam auch Silvia Schulz im Juli 2006 zu unserer Kirchgemeinde - zunächst für ein halbes Jahr. Auf die Frage, wie es ihr damals ging, sagte sie: „Ich bin ja eigentlich nicht der Mensch, der so auf Leute zugehen kann. So hatte ich erst ein bisschen Angst. Ich wollte ja auch nichts falsch machen. Aber es war, als würde ich in eine große Familie mit hineingenommen.“ Und so ist sie heute noch dabei. Bei ihrem Arbeitsbeginn vor zwei Jahren war zunächst die Kirchenaufsicht ihre Aufgabe. Als unser Küster krankheitsbedingt längere Zeit ausfiel, war sie bereit, ehrenamtlich die Vertretung zu übernehmen. Wir sind sehr dankbar, dass sie geblieben ist. Heute ist Frau Schulz Ansprechpartnerin für die Ein-Euro-Mitarbeiter. Sie weist die neuen Kolleginnen und Kollegen ein, schreibt die Dienstpläne und macht die Arbeitsstundenabrechnungen. Schon vierzehn Leute hat sie auf diese Weise begleitet. Die Ein-Euro-Stellen werden in der Regel halbjährlich mit neuen Mitarbeitern besetzt. Wir wünschen den „Neuen“, dass sie sich wohlfühlen und Freude an ihrer Aufgabe haben. Den Frauen, deren Dienst beendet ist, danken wir für ihre engagierte Mitarbeit und wünschen ihnen alles Gute.

Hauskreise

In unserer Gemeinde gibt es etliche Gemeindegruppen, in denen man sich auch außerhalb des Gottesdienstes treffen kann, so zum Beispiel in den Hauskreisen. Wie es der Name schon sagt, trifft sich solch ein Kreis bei einem der Teilnehmer zu Hause in seinem Wohnzimmer. In der Regel geht es reihum. Daraus ergibt sich automatisch , dass der Kreis nicht zu groß sein darf, denn nicht viele können in ihrem Wohnzimmer eine größere Gruppe unterbringen. Außerdem ist eine große Gruppe auch nicht mehr gesprächsfähig. In Warnemünde gibt es zurzeit vier Hauskreise, zu denen jeweils etwa zehn Frauen und Männer gehören. Was geschieht in einem Hauskreis? Wozu ist er gut? In einem Hauskreis werden kein Vortrag und auch keine Predigt gehalten! Wer sich hier trifft, will selber Gottes Wort lesen, sich davon anreden lassen und mit anderen darüber ins Gespräch kommen. Beim Lesen der Bibel kommen ja auch Fragen auf. Etwa: Was erfahre ich hier über Gott / Jesus Christus? Was hat das, was ER getan hat, mit meinem Leben zu tun? Was erwartet ER von mir? Wofür kann ich danken? Worüber kann ich mich freuen? Was soll ich tun? Und immer wieder kommen wir auch an Stellen, die schwer zu verstehen sind. Das Nachdenken über Gottes Wort und das Gespräch helfen, solche Fragen zu klären und den eigenen Weg zu erkennen. Natürlich wird auch gesungen – alte und neue Lieder. Und es wird auch miteinander gebetet – jeder, der will, kann das tun. Und dann ist auch noch Zeit, bei einer Tasse Tee oder einem Glas Wein über all das zu reden, was uns sonst noch beschäftigt und uns wichtig ist. Solche Gemeinschaft tut gut.